Menu
menu

Bewirtschaftungsplanung

Bewirtschaftungsplanung

Die am 22.12.2000 in Kraft getretenen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), umgesetzt in deutsches Recht durch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), verpflichtet die Mitgliedstaaten, alle Gewässer grundsätzlich in einen guten Zustand zu bringen. Dazu sind Bewirtschaftungspläne zu erstellen, die die zur Erreichung der Ziele notwendigen Maßnahmen enthalten. Für Wasserkörper, die die Ziele bis 2015 nicht vollständig erreichen, sind in zwei weiteren Bewirtschaftungszeiträumen zwischen 2016 bis 2021 beziehungsweise 2022 bis 2027 Maßnahmen zu planen.

Sachsen-Anhalt hat Anteile an den Flussgebietseinheiten Elbe und Weser. Der größte Teil der Landesfläche gehört zum Flusseinzugsgebiet der Elbe (Gesamteinzugsgebiet: 148.268 km² / Deutschland: 97.175 km² - 65,54 %). Die Elbe ist ein europäischer Strom, dessen Einzugsgebiet sich über die vier Staaten Deutschland, Tschechien, Polen und Österreich erstreckt. In Deutschland haben folgende zehn Bundesländer „Anteil“ an der Elbe: Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Berlin, Thüringen und Bayern.

Zum Seitenanfang

Ziele und Fristen

Wasser ist nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Wasser ist nicht zuletzt Lebensmittel Nummer Eins. Sauberes Wasser ist daher ein Gebot der Stunde.

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie trägt dem Rechnung. Sie hat sich einen nachhaltigen Gewässerschutz auf die Fahnen geschrieben. Das heißt: Gewässerschutz wird nicht länger als nationale Aufgabe verstanden. Maßnahmen zur Steigerung der Wasserqualität machen nicht länger an Ländergrenzen halt. Vielmehr wird Gewässergüte von der Quelle bis zur Mündung betrachtet. Insoweit beschreibt die Wasserrahmenrichtlinie ein neues Zeitalter für den Gewässerschutz in Europa.

Das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist anspruchsvoll und folgt einem festgelegten Zeitplan (123 KB). Alle Oberflächengewässer und das Grundwasser sollen europaweit nach einheitlichen Kriterien bewertet und wo nötig mit einem speziellen Masterplan zu einem "guten ökologischen Zustand" geführt werden. Wo das bislang nicht möglich war, kann die Frist bis 2027 verlängert werden. In bestimmten Fällen werden Ausnahmen zugelassen.

Kerninstrument der Wasserrahmenrichtlinie sind die Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne. In Auswertung der vorliegenden Ergebnisse sollen dabei gemeinsam mit allen Beteiligten verhältnismäßige und zielgerechte Lösungsansätze für die Umsetzung erarbeitet werden.

Zum Seitenanfang

Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm

Bewirtschaftungspläne einschließlich der Maßnahmenprogramme sind die zentralen Instrumente zur Umsetzung der Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Sie enthalten aufeinender abgestimmte Rahmenplanungen, welche die Gewässer schützen und wo nötig verbessern sollen. Integraler Bestandteil des Bewirtschaftungsplanes ist das Maßnahmenprogramm. Hier sind alle Maßnahmen aufgeführt, die innerhalb der Geltungszeit des Bewirtschaftungsplanes umgesetzt werden sollen. Daneben gibt der Bewirtschaftungsplan Auskunft über den Zustand der Gewässer und die innerhalb der Flussgebiete drängenden wasserwirtschaftlichen Fragen.

Zum Seitenanfang

Konzepte und Projekte in Sachsen-Anhalt

Verschiedene Herausforderungen erfordern verschiedene Lösungen. Komplexe fachliche Fragen oder interdisziplinäre Aufgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden deshalb innerhalb von Pilotprojekten bearbeitet.

Pilotprojekte, Vorhaben und Konzepte

Neben der Bearbeitung der Gewässerentwicklungskonzepte läuft z.B. ein Pilotprojekt zu den Möglichkeiten der Verbesserung der Wasserqualität des Arendsees in der Altmark.

Fachliche Grundlagen für die kommende Bewirtschaftungs- und Maßnahmenplanung werden innerhalb der Projekte zum Sedimentmanagement und im Rahmen der Bearbeitung des Nährstoffkonzeptes Sachsen-Anhalt erarbeitet.

Übersicht über Themen, zu denen weitere Informationen eingestellt sind:

Zum Seitenanfang

Gewässerrahmenkonzept Sachsen-Anhalt 2016 bis 2021

Am 22.12.2015 traten der aktualisierte Bewirtschaftungsplan und das Maßnahmenprogramm der Flussgebietsgemeinschaft Elbe in Kraft. Die Bekanntmachung ist am 15.12.2015 im Amtsblatt Nr. 12 des Landesverwaltungsamtes erfolgt. Das Gewässerrahmenkonzept (1,9 MB) Sachsen-Anhalt für den Zeitraum 2016 bis 2021 enthält eine Zusammenfassung des Landesbeitrags Sachsen-Anhalts für die Bewirtschaftungspläne.

Zum Seitenanfang

Maßnahmen vor Ort

Mit einem Mausklick auf den entsprechenden Wasserkörper erhält man Informationen über Maßnahmen, die in den einzelnen Regionen in diesem Zeitraum geplant sind.

Eine Dokumentation mit den entsprechenden Anhängen zur Inanspruchnahme weniger strenger Bewirtschaftungsziele und Fristverlängerungen für Grund- und Oberflächenwasserkörper in der Zuständigkeit Sachsen-Anhalts (Bewirtschaftungszeitraum 2019 bis 2021) sind am Ende dieser Seite in der Dokumentenbox abrufbar.

Zum Seitenanfang

Umgesetzte Maßnahmen

Die Broschüren "Wasser bewegt 1 bis 5: Sachsen-Anhalt verbessert seine Gewässer - Erfolge, Erfahrungen, Erwartungen" informieren über die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Sachsen-Anhalt und stehen hier zum Download bereit: 

Zum Seitenanfang

Monitoring und Gewässerzustand

Jedermann betreibt „Monitoring“. Fiebermessen, turnusmäßige Zahnarztbesuche oder auch der tägliche Gang auf die Waage sind Monitoring. Gewässermonitoring ist nicht nur für die Zustandsüberwachung erforderlich, sondern macht dort, wo Kosten entstehen, eine Effizienzeinschätzung von Maßnahmen möglich. Dafür werden in unseren Fließgewässern, Seen und Grundwasserkörpern regelmäßig Zustandsdaten erhoben, die eine Charakterisierung und Bewertung von Gewässern zulassen.

Um in Sachsen-Anhalt die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie hinsichtlich des Monitorings umzusetzen, wurde eine Rahmenmonitoringkonzeption erarbeitet. Darauf aufbauend wird durch den Gewässerkundlichen Landesdienst jährlich ein Gewässerüberwachungsprogramm Sachsen-Anhalt (GÜSA) erstellt und die Ergebnisse des Monitorings veröffentlicht.

Zum Seitenanfang

Bestandsaufnahme und Zustandsbestimmung

Mit der Bestandsaufnahme 2004 wurde eine umfassende "Ausgangs"-Beschreibung der Gewässer vorgenommen. Sie umfasst eine Beschreibung der Merkmale der Flussgebietseinheit, eine wirtschaftliche Analyse der Wassernutzungen und lässt eine Überprüfung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf den Zustand der Oberflächen- und Grundwasserkörper zu.

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme wurden in Sachsen-Anhalt mit den Zustandsbestimmungen 2009 (Verwendung der Monitoringergebnisse der Jahre 2005 bis 2008) und 2015 (Verwendung der Monitoringergebnisse der Jahre 2009 bis 2013) überprüft und aktualisiert.

Die nachfolgenden Seiten erhalten einen Überblick über die Ergebnisse der letzten Zustandsbestimmung für die Oberflächengewässer und das Grundwasser sowie über die Einstufung der Oberflächenwasserkörper als "natürlich", "künstlich" oder "erheblich verändert". Eine Karte über die Einstufung der Wasserkörper ist hier zu finden (673 KB).

Zum Seitenanfang

Dokumente

Dokumentation Bewirtschaftungsziele Fristverlängerung Sachsen-Anhalt 2014 (197 KB)

Anhang 1: SAL06OW04-00 – Schlenze von der Quelle bis Mündung in Saale (230 KB)

Anhang 2: OWK VM02OW09-11 – Spittelwasser in Sachsen-Anhalt (241 KB)

Anhang 3: GW SAL 14a – Merseburger Buntsandsteinplatte (391 KB)

Anhang 4: GWK VM 2-4 – Bitterfelder Quartärplatte (302 KB)

Anhang 5: Begründung Fristverlängerung (258 KB)

Zum Seitenanfang

Referat 23 - Abwasserbeseitigung, Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, Wasserversorgung, Gewässerschutz, Wasserrahmenrichtlinie

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Hans Peschel
Telefon: +49 391 567-1545
Telefax: +49 391 567-1559

E-Mail: saubereswasser(at)mule.sachsen-anhalt.de